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SMPA Annual Report 2007

SMPA Annual Report 2007

Liebe SMPA Mitglieder und Freunde der SMPA,

Das fünfte Vereinsjahr der SMPA war geprägt von weiter steigenden Mitgliederzahlen, personellem Wandel im SMPA Board und intensivierter Vernetzung national und international. Die SMPA zählt aktuell rund 100 Mitglieder, die Hälfte davon sind doppelpromovierte MD-PhDs. Dank der Webpräsenz der SMPA fanden auch einige erfolgreiche Auslandschweizer MD-PhDs den Weg in unsere Gesellschaft – sie seien herzlich willkommen!

Mit der Publikation der Stellungnahmen der FMH-Fachgesellschaften zur Anrechenbarkeit der MD-PhD Ausbildung an die Facharztausbildung durch die FMH wurde ein wichtiges Etappenziel der SMPA auf dem Weg der Optimierung des MD-PhD Curriculums erreicht. Die Publikation dieser Liste ist Frucht mehrjähriger Aktivität der SMPA in diesem Bereich. Besonders verdanken möchte ich dabei Herrn Dr. Max Giger, Präsident Kommission für Weiter- und Fortbildung (KWFB) der FMH, welcher sich mit grossem Einsatz für unsere Anliegen stark machte und die Umfrage bei allen FMH Fachgesellschaften konsequent durchführte. Durch die eingeforderten Stellungnahmen mussten sich alle Fachgesellschaftsvorstände mit dem Thema MD-PhD auseinandersetzen, was der Bekanntheit dieses Curriculums weiter förderte. Besonders erfreulich war dabei die offene, moderne Haltung der Schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie.
Mit dem Rücktritt von Fr. Dr. M. Leuthold als Generalsekretärin der SAMW erhielten wir mit ihrem Nachfolger, Herr Dr. H. Amstad einen neuen Ansprechpartner. Der langjährige grosse Einsatz von Frau Dr. Leuthold für das MD-PhD Programm und insbesondere die Leuenberg-Meetings wurde vom SMPA Vorstand speziell verdankt. Das neue SAMW Team, in welchem Fr. Dr. K. Kuehnle das MD-PhD Program betreuen wird, nahm sich trotz vieler weiterer Aufgaben bereits mit grossem Einsatz der MD-PhD Sache an. Einer Standortbestimmung zusammen mit dem SNF folgte die gemeinsame Ausarbeitung einer MD-PhD Programm-Outcomeanalyse, welche aktuell ausgewertet wird. Diverse Optimierungsvorschläge der SMPA insbesondere bezl. der Kommunikation der Programm-Richtlinien durch die lokalen MD-PhD Kommissionen als auch bzgl. des Mentorings der MD-PhD Studenten werden aktuell von der SAMW und dem SNF weiter bearbeitet.
Nebst den nationalen Aktivitäten schritt auch die internationale Vernetzung voran. Der Unterzeichnende präsentierte dabei die SMPA und das schweizerische MD-PhD Programm am Annual Meeting des französischen MD-PhD Programmes, welches seit 2003 vom INSERM aufgebaut wird. Nebst Repräsentanten verschiedener europäischer MD-PhD Programme traf ich dort auch wiederum Freddy Nguyen, den Präsidenten unserer U.S. Schwesterorganisation APSA. Die wachsende Anzahl an MD-PhD Programmen in Europa in den letzten Jahren ist sehr erfreulich. Während sich die Programm-Organisatoren europaweit zu vernetzen beginnen, bleibt die SMPA vorerst die einzige Organisation von MD-PhD-Studenten und -Graduierten in Europa. Die SMPA geht aber davon aus, dass aufgrund der wachsenden Zahl an Teilnehmern und Abgängern der noch jungen MD-PhD Programme im Verlaufe weitere ähnliche Organisationen wie die SMPA und die APSA in Europa entstehen werden und plant entsprechende Projekte mit dem Fernziel eines gesamteuropäischen Dachverbandes zu fördern.

Die Vorstandsarbeit wurde wie bisher primär webbasiert erledigt. Daneben fanden 3 ordentliche Vorstandssitzungen statt (Bern 10.12.06, Bern 10.6.07 und Basel 6.10.07). Nach 5 Jahren intensiver Vorstandsarbeit ziehen sich die beiden Gründungsmitglieder David Andel (erster Sekretär) und Lukas Jeker (Kassier) per GA07 aus dem SMPA Vorstand zurück. Während David Andel eine neue berufliche Herausforderung im Inland antritt, verlässt uns Lukas Jeker für voraussichtlich längere Zeit Richtung Californien. Als Schöpfer der SMPA Homepage und der für die Vorstandsarbeit enorm hilfreichen wiki-Plattform hatte David Andel den eigentlichen Kern unserer Vereinigung geschaffen und die Basis für eine erfolgreiche Kommunikation unserer Anliegen gelegt. Lukas Jeker engagierte sich für die SMPA weit über die Pflichten eines Kassiers hinaus. Seine Kreativität war stets gepaart mit Effizienz, Mass für das Machbare und grossem Einsatz; er initierte u.a. die Zusammenarbeit mit der BioValley Life Sciences Week, die bereits im 2005 zu einer gemeinsamen Tagung führte. Beide, Lukas und David waren stets diplomatische, bedachte Vorstandsmitglieder und fühlten der Gesamtheit der Sache verpflichtet. Für ihren langjährigen selbstlosen Einsatz für die SMPA gebührt ihnen höchster Dank. Lukas Jeker und David Andel wurden entsprechend für ihre Verdienste am 11.6.2007 vom Vorstand zu Ehrenmitgliedern der SMPA ernannt. Die Bereitschaft beider, dem SMPA Board weiterhin unterstützend beizustehen, freut und tröstet den Unterzeichnenden.
Im Rahmen einer frühzeitigen Nachfolgeplanung konnten im vergangnen Jahr Laurence Feldmeyer (aus Delémont, MD-PhD, vorgeschlagen zur Wahl als erste Sekretärin) und Yara Banz (aus Bern, MD-PhD, vorgeschlagen zur Wahl als Kassierin) bereits eingehend in die Vorstandstätigkeit eingeführt werden. Dabei wurden die Ressortaufgaben etwas umverteilt und die Gelegenheit genutzt, die lange Zeit ausstehende Überarbeitung des Mitgliederdossiers aufzuarbeiten. In diesem Rahmen wurde beschlossen, auf die Nachfrakturierung der Mitgliederbeiträge 2006 zu verzichten und das Mitgliederwesen wieder hauptverantwortlich dem ersten Sekretär zu unterstellen.
Eine zentrale Aufgabe des Vorstandes ist die Organisation der Jahrestagung. Die GA 2006 widmete sich dem Thema Tissue Engineering. Sie wurde von Sébastien Viatte und Luc Otten in enger Partnerschaft mit der AO Foundation organisiert und konnte die SMPA einem internationalen Publikum näher bringen. Die aktuelle GA 2007, welche uns nach den positiven Erfahrungen im 2005 wiederum in das Gebiet der Biotechnologie in Basel führt, ist von David Winkler konzeptioniert und organisiert worden. Die Tagung ist in die BioValley Life Sciences Week eingebettet und bringt die SMPA erstmals in direkten Kontakt vor Ort mit den Biotech Firmen Speedel, Actelion und Santhera.
Für das nächste Vereinsjahr scheint die SMPA bestens gerüstet. Nebst der Auswertung der lancierten Outcome-Analyse inklusive der Ausarbeitung von daraus ableitbaren Optimierungsvorschlägen auf nationaler Ebene wird die SMPA auch die internationalen Kontakte zu festigen haben. Es wird dabei auch darum gehen, zu den anstehenden Bologna-bedingten Reformen Stellung zu nehmen.
Ich wünsche der SMPA und all ihren Mitgliedern für das Kommende alles Gute

David Winkler
Basel, 22. Oktober 2007